Der IIP-Ecosphere

KI-Ideenwettbewerb

IIP-Ecosphere will als Innovationsökosystem den Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) in der industriellen Produktion voranbringen und vereinfachen. Mit dieser Ausschreibung wollen wir 4 bis 6 ausgewählte KI-Kleinprojekte unterstützen, die die Implementierung von KI in KMU fördern. Die Kleinprojekte sollen Beispiele und Lösungsansätze für die nutzbringende Anwendung von KI in der Produktion sein und so die Angebote unseres Innovationsökosystems IIP-Ecosphere sinnvoll ergänzen.  Die Gewinner des Ideenwettbewerbs erhalten bis zu 25.000 € als finanzielle Unterstützung für die Umsetzung der Kleinprojekte.

Interessiert? Bewerben Sie sich jetzt bis zum 30.11.22!

Wer?

Die Ausschreibung richtet sich an:

• Startups und Unternehmen mit bis zu 250 Mitarbeitenden.

• Tandems aus einem produzierenden Unternehmen und einem KI-Lösungsentwickler sind ebenfalls möglich, wobei das produzierende Unternehmen, das von der KI-Lösung profitiert, keine Aufwände im Angebot geltend machen kann.

• In Ausnahmefällen können auch Großunternehmen, Hochschulen oder Fraunhofer Institute teilnehmen, sofern ein hoher Anwendungsbezug sichergestellt ist.

Was?

Die Bewerbung ist mit Projektvorschlägen in den Kategorien I (KI-Demonstratoren) und II (KI-Plattformkomponenten) möglich.

Damit die Kleinprojekte, die unter die Kategorie I fallen, auch ihren Zweck als „Demonstrator“ erfüllen können, soll eine geeignete Verbreitung der Ergebnisse erfolgen können. Dies kann beispielsweise durch ansprechende Präsentationen, Videos oder Exponaten erfolgen, die Teil des Ergebnisses der Kleinprojekte sein sollten. Vorstellbar und wünschenswert sind auch Kleinprojekte die auf Basis einer Interaktion mit physischen Objekten ihren innovative KI-Einsatz in der Produktion präsentieren. 
Die KI-Plattformkomponenten, Kleinprojekte Kategorie II, wären als Open-Source-Anwendungen wünschenswert.

Wie?

Nach Einreichung der Projektvorschlägen werden diese von uns begutachtet und anschließend mit den Einreichern, die in die engere Auswahl gekommen sind, ein Kurzinterview geführt. Nach der finalen Auswahl von 4 bis 6 Kleinprojekten erstellen die Einreicher ein Angebot mit Arbeitsplan und werden anschließend von der Leibniz Universität Hannover mit der Durchführung des Projekts beauftragt. Dann kann es auch schon losgehen.

Die Kategorien

(I) KI-Demonstratoren

Die zu entwickelnden KI-Demonstratoren sollen innovative, nützliche und neuartige Lösungen zum Einsatz von KI in der Produktion aufzeigen. Diese sollen besonders die spezifischen Herausforderungen von KMU adressieren.

Finanzieller Umfang:

bis 25.000 €

Zeitlicher Umfang:

4 Monate, in begründeten Fällen max. 6 Monate

Die zu entwickelnden KI-Demonstratoren sollen innovative, nützliche und neuartige Lösungen zum Einsatz von KI in der Produktion aufzeigen. Diese sollen besonders die spezifischen Herausforderungen von KMU adressieren.

Finanzieller Umfang:

bis 25.000 €

Zeitlicher Umfang:

4 Monate, in begründeten Fällen max. 6 Monate

Thematische Ausrichtung

Thematisch ist die Ausschreibung offen, allerdings ist eine Anlehnung an die Themen der Think Tank Daten und Think Tank KI & Produktion gewünscht. Dabei muss die praktische Einsetzbarkeit der zu entwickelnden Lösungen in der Produktion aufgezeigt werden.

Ein KI-Demonstrator kann beispielsweise in Zusammenarbeit mit einem produzierenden Unternehmen entwickelt werden, in dessen Produktion die Lösung exemplarisch umgesetzt wird oder dessen reale Daten im Lösungsansatz zum Einsatz kommen. Auch die Nutzung des von IIP-Ecosphere aufgebauten KI-Experimentierfeldes ist möglich. 

Eine reine KI-Methodenentwicklung ohne konkreten Anwendungsfall ist nicht gewünscht.

Besonderer Mehrwert

Die Demonstratoren sollen vor allem Herausforderungen adressieren, die besonders KMU betreffen, wie zum Beispiel:

• Lösungen, die die Erklärbarkeit von KI adressieren

• Lösungen, die mit einer geringen Datenmenge auskommen

• Lösungen in Zusammenhang, die im Bereich Datenhoheit unterstützen

Mögliche Einsatzfelder

Die Demonstratoren sollen relevante Einzelfälle der industriellen Produktion adressieren, wie zum Beispiel:

Predictive Quality

Vorhersage von Qualitätsmerkmalen auf Basis von Prozessdaten ist für die Industrie von entschiedener wirtschaftlicher Bedeutung. Ein prozessübergreifendes Vorgehen würde die Einführungszeit und damit die Kosten drastisch senken. In diesem Zusammenhang ist auch das Erkennen und die Zuordnung von Fehlerursachen von Interesse (Anomalie-Erkennung).

Datenarmut

Gerade bei kleineren Unternehmen oder der Fertigung kleinerer Stückzahlen fehlt oft die Datenbasis, um gängige KI-Ansätze effektiv zu trainieren. Hier sind innovative Ansätze für den Umgang mit Datenarmut notwendig, wie z.B. Federated Learning.

Transfer erlernten Wissens

KI-Lösungen für jeden spezifischen Anwendungsfall zu erarbeiten ist aufwendig und nicht wirtschaftlich. Ein systematischer Umgang mit Varianzen zwischen verschiedenen Produktionsanlagen oder Anwendungsfällen trägt wesentlich zur kosteneffizienten Anwendung von KI bei. Dazu kann auch die Übertragung von KI-Modellen auf andere Produktionsanlagen beitragen (z.B. via Transfer Learning).

Die Kategorien

(II) KI-Plattformkomponenten

(II) KI-Plattform-komponenten

Der Think Tank Plattformen erforscht in IIP-Ecosphere ein innovatives Plattformkonzept für die Anwendung künstlicher Intelligenz in Industrie 4.0-Umgebungen. Die Demonstratoren sollen die IIP-Plattform sinnvoll erweitern und neue Anwendungspotentiale aufzeigen.

Finanzieller Umfang:

bis 25.000 €

Zeitlicher Umfang:

4 Monate, in begründeten Fällen max. 6 Monate

Der Think Tank Plattformen erforscht in IIP-Ecosphere ein innovatives Plattformkonzept für die Anwendung künstlicher Intelligenz in Industrie 4.0-Umgebungen. Die Demonstratoren sollen die IIP-Plattform sinnvoll erweitern und neue Anwendungspotentiale aufzeigen.

Finanzieller Umfang:

bis 25.000 €

Zeitlicher Umfang:

4 Monate, in begründeten Fällen max. 6 Monate

Thematische Ausrichtung

Die IIP-Plattform kombiniert wichtige Eigenschaften, welche den Einsatz von KI-Methoden entscheidend erleichtern. Hierzu zählen die flexible Bereitstellung von KI-Komponenten, ein dynamisches Deployment im Edge-Cloud-Kontinuum, die Unterstützung relevanter Standards (u.a. I4.0 Verwaltungsschalen), Sicherheitsmechanismen sowie eine einfache Anpassbarkeit durch low-code Ansätze.

Die Plattform ist offen und erweiterbar gestaltet und steht als Open Source zur Verfügung (via Github). Einen Überblick über das Konzept und die Architektur der Plattform bieten zwei Whitepaper zu den Plattformanforderungen (Funktionale Sicht und Usage View) und das Plattformhandbuch, welche über die IIP-Ecosphere Website zugreifbar sind.

Besonderer Mehrwert

Die Plattformkomponenten sollen einen oder mehrere folgender Mehrwerte adressieren:

• Unterstützung des Applikations- und Service-Lifecycle: Neue KI-Dienste für die Plattform, Lösungen zur Pflege von KI-Diensten, zum Austausch oder zur Wartung von KI-Modellen etc.

• Plattformanbindung von relevanten/verbreiteten Bestandssystemen.

• Anbindung von Speicherdiensten und relevanten I4.0-Plattformen an die IIP-Plattform, sodass Funktionalitäten plattformübergreifend genutzt werden können.

• Ermöglichen und Aufzeigen von KI-Use Cases unter Verwendung der IIP-Plattform.

Erweiterung und Potentialaufdeckung

Wir suchen Beiträge, die die Funktionalität der IIP-Plattform auf sinnvolle Weise erweitern und ihre Anwendungspotentiale aufzeigen, wie zum Beispiel:

Konnektoren

Anbindung von Maschinenschnittstellen, Industrie 4.0 Geräten, anderen Industrie 4.0 Plattformen an die IIP-Plattform auf Basis konkreter Use Cases.

KI-Support-Dienste

Anbindung von Speicherdiensten, Diensten zum Datenschutz (privacy-enhancing), Data-Science Plattformen, Service- oder Datenmarktplätzen an die IIP-Plattform oder Dienste, die Federated Learning ermöglichen.

KI-Services

Plattform-Dienste die den Einsatz von KI auf der Grundlage der IIP-Plattform demonstrieren. Diese können sowohl in der „Cloud“ laufen, als auch im Feld in Container-Form anlagennah (Edge-Devices, Steuerungen, PLC) ausgeführt werden.

FAQ

Sie haben Fragen zum Ideenwettbewerb? Wir beantworten sie gern unter ki-demonstratoren@iip-ecosphere.de

Bis wann werden die Kleinprojekte ausgewählt?

Wir wählen die Projekte bis voraussichtlich 20.12.2022 aus.

Wer ist der Auftraggeber für die Kleinprojekte?

Auftraggeber für die Kleinprojekte wird die Leibniz Universität Hannover (LUH) sein, da IIP-Ecosphere von Einrichtungen der LUH koordiniert wird.

Interessiert?

Bis zum 30.11.2022 können Sie Ihre Projektvorschläge unter ki-demonstratoren@iip-ecosphere.de einreichen. Alle genauen Informationen und Bedingungen sowie das Formular zum Einreichen Ihrer Projektidee finden Sie hier:

Ansprechpartner

Daniel Arnold
Leibniz Universität Hannover
Institut für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen
Tel.: 0511 762-18298
Mail: ki-demonstratoren@iip-ecosphere.de

Interessiert?

Bis zum 30.11.2022 können Sie Ihre Projektvorschläge unter ki-demonstratoren@iip-ecosphere.de einreichen. Alle genauen Informationen und Bedingungen sowie das Formular zum Einreichen Ihrer Projektidee finden Sie hier:

Ansprechpartner

Daniel Arnold
Leibniz Universität Hannover
Institut für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen
Tel.: 0511 762-18298
Mail: ki-demonstratoren@iip-ecosphere.de